Geschichte der PTH St. Augustin

Die Geschichte der Hochschule

Im Jahre 1913 konnte die Gesellschaft des Göttlichen Wortes nach langwierigen Verhandlungen mit der preußischen Regierung in der Ortschaft Hangelar, zwischen Bonn und Siegburg gelegen, das Missionshaus St. Augustin gründen. Zunächst war es Erholungsheim für Missionare und Wohnheim für studierende Patres. Seit 1919 diente es als Noviziatshaus. 1925 begann das philosophische Studium, dem sich 1932 das theologische anschloss. 1935 wurden die ersten Diakone, die ihre gesamte Ausbildung in St. Augustin erhalten hatten, zu Priestern geweiht.

Die nationalsozialistische Regierung hob 1941 das Missionspriesterseminar auf, beschlagnahmte den gesamten Besitz und vertrieb Professoren und Studenten. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude schwer beschädigt. Bald nach Kriegsende begann man nach den Aufräumungs- und Bauarbeiten wieder mit dem Aufbau des Noviziats und mit den philosophischen und theologischen Lehrveranstaltungen. Die folgenden Jahre brachten eine erfreuliche Entwicklung, die St. Augustin zur bedeutendsten Niederlassung der Steyler Missionare im deutschen Sprachraum werden ließ. Die Stadt Sankt Augustin leitet ihren Namen vom Missionspriesterseminar her.

Öffnung, kirchliche und staatliche Anerkennung

1965 erfolgte durch die Kongregation für das Katholische Bildungswesen die Aggregierung der Hochschule an das Pontificio Ateneo Sant' Anselmo in Rom. Diese Aggregierung wurde 1972 abgelöst durch die Errichtung der missionstheologischen Spezialisierung der Hochschule als Sektion der Theologischen Fakultät des Pontificio Ateneo Sant' Anselmo. 1973 wurde das philosophisch-theologische Grundstudium der Hochschule der Theologischen Fakultät des Pontificio Ateneo Sant' Anselmo affiliiert. 1978 wurde die Sektion „in perpetuum“ errichtet, so dass auf Grund dieser Rechtsstellung die Hochschule die je viersemestrigen Aufbaustudiengänge des Lizentiats und Doktorats in „Theologie mit missionswissenschaftlicher Spezialisierung“ einführte. Vom Wintersemester 1969/70 bis einschließlich Sommersemester 1996 bildete die Hochschule eine Studiengemeinschaft mit der Hochschule der Redemptoristen in Hennef/Geistingen.

1982 wurde der Hochschule das Recht gewährt, den Diplomstudiengang Katholische Theologie einzurichten und den akademischen Grad "Diplomtheologe/in" zu verleihen. Die staatliche Anerkennung der Hochschule und des Diplomstudiengangs durch den Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgte 1983. 1999 wurde die Hochschule durch die Kongregation für das Katholische Bildungswesen zur Theologischen Fakultät erhoben, wodurch die Affiliation mit dem Pontificio Ateneo Sant' Anselmo beendet wurde. Die staatliche Anerkennung der Aufbaustudiengänge durch den Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgte im darauf folgenden Jahr.

Bis heute wurden über 1.000 Priester und hunderte Laien an der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin wissenschaftlich ausgebildet.Im Zuge der Bologna-Reform wurde an allen Katholischen Fakultäten der Diplomstudiengang durch den Magister Theologiae ersetzt.

 

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Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin

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