Absolventen im Sommer 2015
Absolventen im Sommer 2015

Der Magisterstudiengang Katholische Theologie

Über den Studiengang

Das 10-semestrige modularisierte theologische Vollstudium an der PTH hat das Ziel, Studierenden eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung in Philosophie und Theologie zu vermitteln, die sie befähigt, ihre erworbenen Kompetenzen in die vielfältigen Dienste innerhalb und außerhalb der Kirche qualifiziert einzubringen. Das Studium führt zu dem akademischen Grad „Magister/Magistra Theologiae (Mag. theol.)“.

Als einzige Hochschule in Deutschland bietet die Philosophisch-Theologische Hochschule SVD als Schwerpunkt im Magisterstudiengang Katholische Theologie die Fächerkombination Missionstheologie, Religionswissenschaft und Ethnologie an. Die Vermittlung fundierter religions- und missionswissenschaftlicher sowie ethnologischer Kenntnisse ermöglicht Studierenden, die Kulturen übergreifende Dimension des christlichen Glaubens und der Theologie zu erkennen. Die Studierenden werden auf diese Weise fachlich, methodisch und sozial befähigt, in verschiedenen historisch-kulturellen Kontexten hierzulande und weltweit die christliche Botschaft unter den Bedingungen der Globalisierung zu bezeugen und Handlungskompetenzen in der Begegnung mit anderen Religionen und Kulturen zu entwickeln.

Dieser Studiengang wurde im September 2015 von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung kanonischer Studiengänge in Deutschland (AKAST) einstimmig und ohne Auflagen bis zum 30. September 2022 reakkreditiert.

Phasen des Studiums

Der Magisterstudiengang folgt sowohl von der wissenschaftlichen als auch von der methodischen Konzeption her dem Prinzip des aufbauenden Lernens:
Innerhalb zwei großer Studienabschnitte (1. Einführung und phil.-theol. Fundierung; 2. Vertiefung) wird durch verschiedene Vermittlungsformen (z.B. Vorlesungen, Seminare, Kolloquia oder Übungen) ein prozesshaftes Hineinwachsen in das Theologiestudium ermöglicht. 


Einführung

In der Phase der „Einführung“ wird das Erlernen der für das Studium erforderlichen „Alten Sprachen“ (Latein, Griechisch, Hebräisch) verknüpft mit einem „Theologischen Grundkurs“, der sowohl eine fachliche Einführung vermittelt als auch Raum für erste Schritte auf dem Weg zu einer wissenschaftlichen Reflexion des eigenen Glaubens gibt und mit den Methoden wissenschaftlichen Arbeitens vertraut macht. Zusätzlich bieten Einführungsmodule aus den verschiedenen Fachbereichen eine Hinführung in das wissenschaftliche Studium und verbinden die entsprechenden Lehrinhalte mit anwendungsorientierten Proseminaren.
Dieser einführende Teil im Rahmen des ersten Studienabschnitts bildet damit die Grundlegung für den Zugang zu den philosophischen und theologischen Themenstellungen, die im Bereich der sich anschließenden Fundierung behandelt werden.


Fundierung
Im zweiten Teil des ersten Studienabschnitts, der „philosophisch-theologischen Fundierung“, wird die Vielfalt philosophischer und theologischer Fragestellungen und Reflexionen durch themenorientierte Module behandelt: Durch die Kombination verschiedener Fächergruppen und Fächer wird eine vielfältige Auseinandersetzung mit der jeweiligen Modulthematik ermöglicht und gefördert. Diese Pluralität im thematischen Zugang macht deutlich, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung unverzichtbar durch den Dialog mit Anderen gekennzeichnet ist und ein zentrales Element moderner Forschung bildet. Als ersten berufsorientierenden Praxisbezug bietet das religionsdidaktische Praktikum in dieser Studienphase die Gelegenheit, die Verbindung der vermittelten theoretischen Kenntnisse in berufspraktischen Kontexten (z.B. Schule) zu erkennen und einzuüben.


Vertiefung
Der sich anschließende zweite Studienabschnitt der „Vertiefung“ bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich fachliche Spezialkenntnisse auf der Grundlage der bereits erworbenen Fach- und Methodenkompetenzen zu erarbeiten. Die Module der Vertiefung orientieren sich wieder stärker an den einzelnen Fächern bzw. Fachbereichen, führen aber dennoch die erforderliche Interdisziplinarität als Bestandteil der Wissenschaftsmethodik fort. Vor diesem Hintergrund lässt sich eine detaillierte und intensive Beschäftigung mit der jeweiligen Fachthematik als beginnende eigenständige Forschungstätigkeit konzipieren, die die Studierenden in ihren zunehmend eigenverantwortlichen Lernprozessen unterstützt. 

In dieser Studienphase der Vertiefung ist auch der hochschulspezifische Schwerpunkt „Mission, Kulturen und Religionen“ verortet: Das Schwerpunktstudium soll auf der Grundlage fundierter missions- und religionswissenschaftlicher sowie ethnologischer Kenntnisse die Studierenden befähigen, die missionarische Dimension des christlichen Glaubens und der christlichen Theologie zu erkennen und sie fachlich, methodisch und sozial in die Lage zu versetzen, in verschiedenen historisch-kulturellen Kontexten die christliche Botschaft zu verkündigen und Handlungskompetenzen in der Begegnung mit anderen Religionen und Kulturen zu entwickeln.
Auch in diesem zweiten Studienabschnitt sind Berufspraktika wie zum Beispiel das homiletische Praktikum vorgesehen. 

Studienbegleitend ermöglichen verschiedene Lehrangebote (etwa Seminare oder Spezialvorlesungen) aus dem gesamten Fächerspektrum, sich entsprechend eigener Interessen individuell weiter qualifizieren zu können. 

Die einzelnen Module werden jeweils durch eine Modulabschlussprüfung abgeschlossen. Am Ende des Studiums ist eine Magisterarbeit zu verfassen sowie eine mündliche Magisterabschlussprüfung zu absolvieren.