Lizentiat

Das Lizentiat (Lic. Theol.) ist ein Aufbaustudium der Theologie. Es vertieft die Befähigung zu selbstständigem wissenschaftlichen Arbeiten, die Studierende im Magisterstudiengang erwerben.

Das Lizentiat stellt innerhalb Europas keine notwendige Bedingung für eine Promotion dar. Da die Promotion allerdings für Theologen, die eine wissenschaftliche Laufbahn in Europa anstreben, verpflichtend ist, empfiehlt sich für Bewerber/-innen die Abwägung, ob ein Lizentiat oder eine Promotion der angemessenere Abschluss ist. Gern beraten wir dazu in unserer Studienberatung.

Organisatorisches

Das Lizentiatsstudium dauert in der Regel vier Semester, hinzu kommt eine Bearbeitungszeit von bis zu zwei Semestern für das Verfassen der Lizentiatsarbeit. Bewerber/-innen müssen das Studium der Theologie mit dem Bakkalaureat, dem Diplom oder dem Magister Theologiae (wenigstens mit der Note „gut“, 2,5) abgeschlossen haben. Falls sie den Abschluss eines äquivalenten Theologiestudiums vorzuweisen haben, muss dieses nach den kirchlichen Normen absolviert sein und auf seine Gleichwertigkeit geprüft werden; es kann auch ein mündliches Examen über einen von der Hochschule vorbereiteten Themenkatalog gefordert werden.

Bewerber/-innen aus nicht deutschsprachigen Ländern haben vor der Zulassung den Nachweis über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse durch ein entsprechendes Zertifikat nachzuweisen. Darüber hinaus müssen sie über diejenigen Kenntnisse biblischer und moderner Sprachen verfügen, die für eine sachgerechte Ausführung der Lizentiatsarbeit erforderlich sind.

Die PTH erwartet, dass Lizentianden an den vorgegebenen Veranstaltungen - Vorlesungen, Seminare, Kolloquien - regelmäßig teilnehmen. Außerdem ist es verpflichtend, mit dem/der Moderator/-in der Lizentiatsarbeit regelmäßig über den Fortgang der wissenschaftlichen Arbeit zu sprechen.

Die Lizentiatsordnung findet sich in den Statuten der Hochschule, S. 85-98.