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Systematische Theologie

1. Christliche Sozialwissenschaft

Die Aufgabe der Christlichen Sozialwissenschaft ist es, ein Grundverständnis der Strukturen und Funktionen der modernen Weltgesellschaft zu vermitteln, das entsprechend der Dynamik der Moderne auf eine entsprechend schnelle Veränderung der globalen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu mehr Gerechtigkeit zielt. Die globale Gesellschaft mit zunehmenden Wettbewerbsprozessen, hoher Komplexität und zugleich lokal zugänglicher Interdependenz ist normativ als die eine Weltgesellschaft bzw. die Menschheitsfamilie zu begreifen. Im Lichte der Offenbarung und im Anschluss an die kirchliche Tradition wird ein missionarisch-weltkirchliches Verständnis akzentuiert, das dazu befähigt, aus dem Glauben im Hinblick auf verschiedene gesellschaftliche Funktionsbereiche durch positives Aufgreifen der Chancen der heutigen Welt orientierend und motivierend tätig zu werden.

2. Dogmatik

Studienziel ist es, die christliche Glaubensüberlieferung in ihren biblischen Grundlagen, ihrer geschichtlichen Entfaltung und ihrer inneren Einheit kennen und verstehen zu lernen. Dabei sollen die Studierenden zur Auseinandersetzung und Begegnung des von der Kirche bezeugten christlichen Glaubens mit anderen Religionen und mit den Fragen der Zeit sowie zum Dienst am Glauben befähigt werden.

3. Fundamentaltheologie

Studienziel ist die Fähigkeit, den christlichen Glauben und seine fundamentalen Inhalte vor dem Anspruch der Vernunft und vor dem gesellschaftlichen Bewusstsein in seinen wechselnden Gestalten zu verantworten.

4. Moraltheologie

Die Moraltheologie hat die Aufgabe, eine grundlegende Kenntnis jener Bedingungen und Strukturen sittlichen Handelns zu vermitteln, die sich aus der Sacheinsicht und der Offenbarung ergeben. Vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens und Lebens sollen die Studierenden befähigt werden, eine kritische und begründete Stellungnahme in allen Bereichen menschlicher Existenz und ethisch bedeutsamer Praxis zu formulieren. Die Auseinandersetzung mit ausgewählten Konzeptionen der Moralanthropologie sowie mit Erkenntnissen angrenzender Humanwissenschaften bildet in diesem Prozess die unverzichtbare Ergänzung der theologisch-ethischen Reflexion. So wird den Studierenden die Kompetenz vermittelt, die ethischen Normen auf die orts-, zeit- und personbedingt wechselnden Verhältnisse anwenden und die Differenz der ethischen Qualifizierung von Gut und Böse auch in der Komplexität gegenwärtiger Lebenswirklichkeit bestimmen zu können.

 

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