Biblische Theologie

Biblische Theologie

1. Einleitung in das Alte Testament

In der geschichtlichen Einführung in das Alte Testament werden Grundinformationen zu Quellen und Methoden biblischer Geschichte sowie ein Überblick über die Geschichte Israels von den Anfängen bis zur Perserzeit und die biblische Deutung dieser Geschichte vermittelt. Dieser Teilbereich der alttestamentlichen Einführung verschafft Einblicke in einige Problemfelder der gegenwärtigen Forschung und liefert das Hintergrundwissen, um Texte des Alten Testaments zeitgeschichtlich und aufgrund ihrer soziokulturellen und religionsgeschichtlichen Voraussetzungen kontextualisieren zu können. 

Die Einführung in die Bücher des Alten Testaments bietet einen Überblick über den Aufbau des alttestamentlichen Kanons, wobei Zentralthemen, Grundmotive und theologische Grundlinien des Alten Testaments vorgestellt und anhand von Schwerpunktthemen vertieft werden. Verbunden wird diese Grundlegung mit einer Einführung in die Exegese als die wissenschaftliche Bemühung, Sinn und Bedeutung der Schriften des christlichen Alten Testaments zu erschließen und sie als literarisches Werk und als Zeugnis der Offenbarung wahrzunehmen.

Die Frage nach der biblischen Hermeneutik bildet eine weitere Facette für den Fachbereich der alttestamentlichen Einführung. Es wird in die Aufgabe eingeführt, mit den Schriften des Alten Testaments als Gottes Wort in Menschenwort verantwortet umzugehen. Dabei werden auch die Fragen des Verhältnisses von Altem und Neuem Testament erörtert.

2. Einleitung in das Neue Testament

Als Sammlung von 27 Einzelschriften vereinigt das Neue Testament die ältesten und zugleich wichtigsten Schriften des christlichen Glaubens. Die Einleitung in das Neue Testament informiert über den Prozeß der Kanonisierung, die Geschichte der Textüberlieferung, die Komposition des Neuen Testaments und vor allem über die Entstehungsgeschichte der einzelnen neutestamentlichen Schriften. Im Anschluss daran präsentiert und erläutert sie das Methodenspektrum neutestamentlicher Exegese als logische Konsequenz jener geschichtlichen Bedingungen, aus denen das Neue Testament hervorgegangen ist.

3. Exegese des Alten Testaments

Die Studierenden sollen die Fähigkeit erwerben, unterschiedliche Texte des Alten Testaments wissenschaftlich auszulegen und ihre geschichtliche und theologische Bedeutung zu verstehen und darzustellen.

4. Exegese des Neuen Testaments

Neutestamentliche Exegese versteht sich als Wissenschaft, die ihren Grundtext mit modernen sprach- und geschichtswissenschaftlichen Methoden analysiert, um auf dieser Grundlage zu einem Verstehen (Hermeneutik) der ihr aufgegebenen antiken Texte voranzuschreiten. Einem theologischen Fächerkanon zu- und eingeordnet, begreift und interpretiert sie ihren Grundtext als ein Textcorpus, welches die Person Jesu als die endgültige Selbstoffenbarung Gottes hervortreten läßt und zugleich die vielfältigen theologischen und praktischen Konsequenzen nachzeichnet, welche die frühe Kirche aus ihrem Bekenntnis zu Jesus Christus abgeleitet hatte. Im Rückgriff auf das Alte Testament sowie im Ausgriff auf die in der Väterzeit einsetzende Auslegungsgeschichte neutestamentlicher Texte reflektiert neutestamentliche Exegese die Selbstoffenbarung Gottes als einen fortdauernden geschichtlichen Prozeß, in welchem die Begegnung von Neuem mit Altem stets aufs Neue zu einer fruchtbaren Auseinandersetzung herausfordert.

 

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