Auf dem Campus getroffen ...

02.06.2017

Sankt Augustin / Deutschland - Dr. Albert Davletshin (Moskau) im Gespräch mit dem Bibliotheksleiter des Anthropos Instituts und Doktoranden der PTH, Harald Grauer.

Auf dem Campus getroffen …

Dr. Albert Davletshin (Moskau) im Gespräch mit dem Bibliotheksleiter des Anthropos Instituts und Doktoranden der PTH, Harald Grauer.

Abseits des Studienbetriebs empfangen die Institute auf dem Campus der Steyler Missionare in St. Augustin regelmäßig Gastwissenschaftler/innen, die die Institutsbibliotheken nutzen. Einer dieser Gäste, der russische Molekularbiologe, Linguist und Ethnologe Dr. Albert Davletshin stellt sich im folgenden Interview vor. Dr. Davletshin besucht während seiner Forschungsaufenthalte in Deutschland regelmäßig die Bibliothek des Anthropos Institutes zu Recherchezwecken.

Im folgenden Interview, das am 16.03.2017 auf Deutsch geführt wurde, spricht Dr. Davletshin über seinen Lebensweg, seine Forschungen und seine Begegnungen mit dem Anthropos Institut und der Zeitschrift Anthropos.

Grauer: Sehr geehrter Dr. Davletshin, Sie sind Molekularbiologe und haben nach einem weiteren Studium über Fragen der Entzifferung des Schriftsystems der klassischen Maya promoviert. Ein ungewöhnlicher Studienverlauf. Können Sie etwas über Ihren Lebens- und Studienweg erzählen? Was hat Sie im März 2017 wieder nach Deutschland geführt?

Davletshin: Als ich noch Schüler war hatte ich ein breites Interessenfeld. Ich ging auf ein geisteswissenschaftlich ausgerichtetes Gymnasium in Norilsk und wollte ursprünglich Kunstgeschichte studieren. Norilsk ist eine Industriestadt und liegt in Sibirien am Eismeer. Aber ich änderte meine Pläne und entschied mich für Molekularbiologie, um meine Interessen abzurunden und etwas Naturwissenschaftliches zu studieren, etwas das den Menschen helfen würde. Ich ging dann mit 16 Jahren nach Moskau, studierte Molekular-biologie und schloss das Studium ab. Nebenbei pflegte ich meine Interessen im Bereich der Kunstgeschichte und alten Kulturen. In dieser Zeit lernte ich auch Juri Knorosow (1922-­1999) kennen; den Sprachsprachwissenschaftler, der als erster die Struktur der Mayaschrift durchschaute und damit die Entzifferung dieser Schrift möglich machte. Ich begann meine Doktorarbeit in Molekularbiologie anzufertigen und wurde in dieser Zeit jedoch schwer krank. Daraufhin empfahlen mir meine Mayanisten-Freunde, das Fach zu wechseln und eine Arbeit über die Maya-Schrift zu verfassen. Ich wechselte also radikal die Karriere. Die Promotion schrieb ich im Fachbereich Geschichte, ich bin also eigentlich promovierter Historiker. Ich verlagerte dann meine Interessen in den Bereich der Linguistik und befasste mich auch stärker mit klassischer Kulturanthropologie. Nach der Promotion konnte ich durch Stipendien finanzierte, linguistische Feldforschungen in Mexiko, Papua Neuguinea, auf der Osterinsel und in Sibirien durchführen.

Grauer: Welche wissenschaftlichen Ansätze sind für Sie von Bedeutung?

Davletshin: Ich bin von drei Schulen stark geprägt. Als erstes ist Juri Knorosow zu nen-nen und dessen Anwendung der Schrifttypologie für die Entzifferung nichtentzifferter und wenig bekannter Schriftsysteme. Ich arbeite nicht nur zur Mayaschrift, sondern wende die Überlegungen Knorosows auch auf andere heute sich noch im Entzifferungsprozess befindlichen Schriften an, wie die rongorongo Schrift der Osterinsel, die aztekischen Hiero-glyphen und die sog. epiolmekische Schrift. Die zweite Schule ist die sog. russische nostratische Schule um den leider zu früh verstorbenen Sergej Starostin. Die Hauptidee dieser Schule besteht darin, Sprachrekonstruktionen stetig zu verbessern und die rekonstruierten Protosprachstufen miteinander zu vergleichen, um noch tiefer liegende linguistische Verwandtschaftsbeziehungen aufzuzeigen. Dabei stützt man sich auf konservative Methoden aus der Indogermanistik. Das romantische Endziel ist, die Ursprache der Menschheit zu rekonstruieren, obwohl es heute natürlich nicht klar ist, ob dies überhaupt möglich ist.

Grauer: Oh, Sie stehen damit in gewisser Weise auch in der Tradition eines Aspektes von Wilhelm Schmidts linguistischen Interessen?

Davletshin: Die dritte Schule ist die der ethno-semiotischen Schule der Folkloristik. Sie wissen, diejenige die auf Vladimir Propp zurückgeht und dessen Strukturanalyse oraler Traditionen. Bei Propp ist das einerseits dynamischer gedacht als bei Claude Levi-Strauss und anderseits beschränkt es sich nicht auf eine Motivtypologie wie bei Stith Thompson.
Das erste Mal nach Deutschland zu Forschungszwecken kam ich über ein Stipendium des DAAD im Jahr 2007. Am Institut für Altamerikanistik und Ethnologie der Universität Bonn beschäftigte ich mich damals mit der aztekischen Hieroglyphen-Schrift. Seit 2017 bin ich als Research Fellow im Maya-Wörterbuch-Projekt (IDIOM) tätig. Das Projekt wird von der Nordrhein-Westfälischen-Akademie der Wissenschaften getragen und ist bei der Altamerikanistik an der Universität Bonn angesiedelt.

Grauer: Sie sind seit 2007 regelmäßiger Gast in der Bibliothek des Anthropos Institutes. Sie haben hier in Deutschland aufgrund verschiedener Stipendien Zugang zu bedeutenden ethnologischen Bibliotheken, etwa der Bibliothek des Ethnologischen Museums in Dahlem (Berlin) oder der Bibliothek der Kommission für Archäologie außereuropäischer Kulturen (KAAK) des Deutschen Archäologischen Institutes in Bad Godesberg. Warum ist die Bibliothek des Anthropos Institutes für Sie von Interesse und was schätzen Sie an ihr?

Davletshin: Es gibt Bereiche, die für mich von besonderem Interesse sind, wie polynesische Anthropologie und Linguistik, Erzählforschung und die Textsammlungen zur Mytho-logie aus Afrika, Ozeanien und den Amerikas. Diese Bereiche werden in der Anthropos Bibliothek breit abgedeckt. Im Besonderen suchte ich zunächst seltene Buchbestände über die Osterinsel, die an anderen Bibliotheken nicht vorzufinden waren und wurde dann hier auch fündig.

Grauer: Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie das erste Mal von der Zeitschrift Anthropos oder dem Anthropos Institut gelesen oder gehört haben? In welchem Kontext war dies?

Davletshin: Das war etwa im Jahr 2003, als ich nach meiner Promotion mich verstärkt mit oralen Traditionen und deren Textstruktur zu beschäftigen begann. Die Zeitschrift Anthropos hatte seit ihrem ersten Hefte, so viele Texte aus Ozeanien und den Amerikas publiziert, die für meine Forschungen von Bedeutung waren und es weiterhin sind. Es sind diese verschrifteten Wiedergaben oraler Texte, die für mich von besonderem Interesse sind. Andere allgemeine ethnologische Zeitschriften bieten das einfach weniger.

Grauer: Kamen Sie schon während Ihres Studiums in Russland mit Anthropos in Kontakt?

Davletshin: Die Zeitschrift nutzte ich in Russland schon, ich hatte aber keine Vorstellung davon, dass St. Augustin in der Nähe Bonns liegt und dass ich das Institut einmal besu-chen würde. Ich stand damals auch nicht im Kontakt mit der Redaktion. Ich las die Zeitschrift.

Grauer: Was verbinden Sie heute mit der Zeitschrift Anthropos und dem Anthropos Institut?

Davletshin: Ich verbinde heute mit dem Anthropos Institut insbesondere die Bibliothek, die zahlreichen Arbeiten über Papua Neuguinea, die vom Institut publiziert wurden und die Zeitschrift, die ein hohes Niveau hat und in Datenbanken, wie web of science, scopus und jstor aufgenommen ist. Eine der wenigen Zeitschriften im Bereich der Ethnologie, die sich in solchen Datenbanken findet. Außerdem empfehle ich meinen Freunden immer, dass sie sich das „Haus Völker und Kulturen“ anschauen sollen, wenn sie einmal in Bonn sind.

Grauer: Haben Sie bereits in der Zeitschrift Anthropos veröffentlicht?
Davletshin: Ich habe eine Rezension veröffentlich über Nikolai Grubes im Herder Verlag erschienenes Buch über den Dresdner Maya-Codex. Gerade bearbeite ich eine weitere Buchbesprechung. Sie ist über das Buch The Use and Development of the Xinkan Languages von Chris Rogers.

Grauer: Wie Sie wissen, wird das Anthropos Institut und die Zeitschrift Anthropos von einer katholischen Missionsgesellschaft getragen. Das Verhältnis zwischen Ethnologen/Linguisten und Missionaren gestaltet sich bekannter weise nicht immer spannungsfrei. Wie bewerten Sie es als Linguist und Ethnologe, dass eine Missionsgesellschaft eine ethnologische (und linguistische) Zeitschrift herausgibt und sich auch anderweitig, etwa mit der sinologischen Zeitschrift Monumenta Serica, im Bereich der Geisteswissenschaften engagiert?

Davletshin: Dies finde ich auf keinen Fall schlecht. Es ist gut, dass sich Missionare mit solchen Fragen beschäftigen. Ich finde es gut, dass unterschiedliche Personenkreise eth-nologische Zeitschriften tragen. Wenn etwa Wirtschaftswissenschaftler eine ethnologische Zeitschrift herausgeben, ist dies ja auch legitim und es beschwert sich keiner darüber. Wieso nicht auch eine Missionsgesellschaft?

Grauer: Kennen Sie auch die Monumenta Serica?

Davletshin: Ja, klar. Ich lese auch etwas Chinesisch und habe Interesse an chinesischer Sprache und Kultur.

Grauer: Der Umbruch auf dem Markt für wissenschaftliche Zeitschriften, macht auch vor ethnologischen Zeitschriften nicht halt. Viele, auch über Jahre etablierte Zeitschriften wurden eingestellt oder erscheinen nur noch digital im Internet (vgl. Cultural Anthropology, Ethnology, Ethnoscripts, Temenos). Auch wird das Konzept der Zeitschrift gänzlich in Frage gestellt und nach neuen Wegen der wissenschaftlichen Kommunikation gesucht, wie etwa moderierten online-Plattformen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Anthropos, einer Zeitschrift, die nun schon seit über 110 Jahren im Druck erscheint?

Davletshin: Ich möchte Zeitschriften nicht nur in digitaler Form lesen, obwohl es natürlich praktisch ist, eine Zeitschrift auch digital lesen zu können. Ich mag Bücher, so echt, gedruckte, Bücher eben. Ich verbinde die Zeitschrift Anthropos meistens mit Sammlungen oraler Texte aus unterschiedlichen Kulturen der Welt. Diese Texteditionen sind das, was ich an dieser Zeitschrift im Besonderen schätze. In den letzten Jahren erscheinen leider weniger Artikel, die solche Texte präsentieren. Dies bedauere ich und ich hoffe, dass wieder mehr Artikel dieser Art in der Zeitschrift veröffentlicht werden.

Grauer: Vielleicht wissen Sie, dass sich hier auf dem Gelände auch eine philosophisch-theologische Hochschule befindet. An dieser studieren angehende katholische Theologen/innen, auch Missionarer/innen. Der Besuch von Kursen in Ethnologie, die von Mitgliedern des Anthropos Institutes gegeben werden, ist für diese Studenten/innen im Rahmen ihres Theologiestudiums verpflichtend. Wie finden Sie, dass Theologen/innen Kurse in Ethnologie während ihres Studiums belegen müssen? Was sollten Ihrer Meinung nach angehende Missionarer/innen aus ihrer Beschäftigung mit dem Fach Ethnologie für ihren weiteren Studien- und Lebensweg mitnehmen?

Davletshin: Ich finde es wichtig, dass Missionare sich mit Ethnologie befassen im Studium. Sie sollen doch die Kulturen auch verstehen in denen sie einmal arbeiten. Ich hoffe, dass ihnen das Studium hilft, fremde Kulturen zu verstehen und zu verstehen, dass Lebens- und Denkweisen auch ganz anders sein können als unsere eigenen.

Grauer: In Bonn befassen Sie sich im Rahmen Ihrer Stelle als Research Fellow mit Maya-Hieroglyphen. Planen Sie trotzdem Ihre Forschungen in Papua Neuguinea fortsetzen?

Davletshin: Ja, natürlich. Ich hoffe darauf, dass ich dieses Jahr meine Forschungen in der autonomen Region Bougainville weiterführen kann. Ich wurde auch von Phil Gibbs SVD zu einer Konferenz am Melanesian Institute in Goroka eingeladen. Ich bin sehr darüber erfreut, dass mir diese Einladung die Möglichkeit gibt, auch einmal das Hochland von Neuguinea kennen zu lernen. Ich war sonst immer nur an der Küste und auf Bougainville.
Außerdem muss ich nach Mexiko, um dort einen Blockkurs an der UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México) zu geben und ich werde den Aufenthalt nutzen, um wieder nach Tepehua zu fahren. So habe ich im Blick auf Feldforschungen dieses Jahr einiges vor.

Grauer: Zum Abschluss noch die berühmten drei romantischen Fragen, die Ethnologen/innen immer wieder gestellt werden. Welche Ethnie hätten Sie gerne vor dem Erstkontakt mit Europäern getroffen? Welchen Ethnologen oder welche Ethnologin hätten Sie gerne einmal getroffen? Was hätten Sie diese gefragt?

Davletshin: Eigentlich mag ich diese Art von Fragen nicht. Sie sind mir zu unrealistisch. Es ist halt nicht möglich, warum sich dann damit beschäftigen? Ich würde gerne einmal auf die Andamanen fahren und unter den Bewohnern der Sentinel-Insel arbeiten, was leider unmöglich ist. Es ist eine Jäger- und Sammler-Gesellschaft. Seit langer Zeit kontaktieren sie keine anderen Leuten, Kulturen und Sprachen. Es ist ganz wichtig, dass sie in den Umgebungen wohnen, die biologisch gesehen, für unsere Spezies geeignet sind. Man weiß eigentlich nichts über diese Leute und ihre Sprache. Für mich ist es ein Traum, eine Sprache ohne Hilfe der anderen Sprachen zu lernen und eine absolut unbekannte Kultur zu erforschen.
Ich hätte gerne Galina Gracheva (1934-­1993)getroffen, eine russische Ethnologin, die noch zur sowjetischen Zeit in Sibirien mit Nganasanen gearbeitet hat und bei einem Helikopterunglück zu Tode kam. Sie arbeitete in meinem Geburtsort und war so eine echte Feldforscherin, die auch einen sehr interessanten Zugang zu religionsethnologischen Fragen hatte. Leider konnte ich sie aufgrund ihres tragischen Todes nicht mehr treffen. Ich hätte sie fast getroffen, dann kam aber der Helikopterabsturz.

Grauer: Sehr geehrter Dr. Davletshin, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen einen ertragreichen Forschungsaufenthalt an der Universität Bonn im Rahmen des IDIOM-Projektes der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. Und bis zu Ihrem nächsten Besuch hier in der Bibliothek des Anthropos Institutes.


Kurzinfo zu Dr. Albert Davletshin

*1976 in Norilsk (UDSSR/heute Russland)
2003 Promotion in Geschichte an der Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften (Knorozov Zentrum für Mesoamerikanische Studien) in Moskau mit dem Thema „Paläographie der Mayaschrift“.
Seit 01.03.2017 Research Fellow am IDIOM-Projekt der Nordrhein-Westfälischen Aka-demie der Wissenschaften
Forschungsaufenthalte in Tepehua (Mexiko), Nukuria (Papua Neuguinea), Osterinsel (Chile), Sibirien (Keten, Symevenken)

Publikationen:

  • Conditioned Sound Changes in the Rapanui Language. In: Oceanic Linguistics, vol. 55.2016, no. 2, Pp. 350-373.
  • Name in the Kohau Rongorongo Script (Easter Island). In: Journal de la Société des Océanistes, vol. 134.2012, Pp. 95-109.
  • Numerals and Phonetic Complements in the Kohau Rongorongo Script of Easter Island. In: The Journal of the Polynesian Society, vol. 121.2012, no. 3, Pp. 243-274.
  • Opening Sequence in the Kohau Rongorongo Script of Easter Island. In: Baessler-Archiv, vol. 61.2014, Pp. 43-58.
  • Surgimiento de la tradición histórica en Mesoamérica Sudeste: Texto e imagen en la estela 5 de Abaj Takalik. In: Veronica Vasquez, Rogelio Valencia and Eugenia Gutierrez (eds.), Socio-Political Strategies among the Maya from the Classic Period to the Present. Oxford: Archaeopress, 2014. Pp. 5-18. (British Archaeological Reports International Se-ries, 2619)
  • Los sujetos novelísticos y las palabras obscenas: Los mitos, cuentos y las anécdotas en los textos mayas sobre la cerámica del período clásico] // 2000 años de la literatura religiosa maya. 8th European Maya Conference, 2003, Madrid, Spanish National Archaeological Museum. Markt Schwaben. 2006. P. 35-58 (co-author Dmitri Beliaev).
  • Прародина и протокультура михесоке по языковым данным // Аспекты компаративистики. 2 / Под ред. А.В. Дыбо и Г.С. Старостина. М.: РГГУ, 2007. С. 251-258 [Proto-Mixe-Zoquean homeland and culture: Linguistic evidence. In: A.V. Dybo and G.S. Starostin (eds.), Aspects of Comparative Linguistics. Vol. 2. Moscow: RSUH Publis-hers, 2007. P. 251-258, in Russian].
  • Размышления о словесном знаке: к типологии словесно-слоговых систем письма // "Эдубба вечна и постоянна: Материалы конференции, посвященной 90-летию со дня рождения Игоря Михайловича Дьяконова". СПб., 2005. С. 49-63 [Reconsidering the Word-Sign: Notes on Typology of Logosyllabic Writing Systems. In : Proceedings of the Igor Djakonov Conference. St. Petersburg, 2005. P. 49-63, in Russian].


 

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Harald Grauer 
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